Prophylaxe
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Die Bezeichnung „Prophylaxe“ definiert alle vorbeugenden Maßnahmen, um Zähne und den Zahnhalteapparat vor Erkrankungen wie Parodontitis und Karies zu schützen. Wer schon frühzeitig auf eine professionelle Prophylaxe achtet, kann es mit nur minimalem Aufwand schaffen, ein Leben lang ohne Zahnersatz auszukommen. Die richtige Ernährung, passende Zahnpasta, Mundhygiene, korrekte Zahnpflege und die detaillierte Aufklärung über Zusammenhänge – sie alle sind wichtige Bestandteile einer verantwortungsvollen Prophylaxe. Damit lassen sich nicht nur spätere Zahnschäden vermeiden, sondern auch hohe Kosten.

Wir informieren Sie hier über die Funktionsweise, Technik, Behandlung und die Kosten der Prophylaxe.

Was ist eine Prophylaxe?

Unter einer Prophylaxe versteht man eine individuelle, aber professionelle Zahnreinigung. Durchgeführt wird diese meist von speziell ausgebildeten Assistentinnen, die sich ungefähr eine Stunde Zeit nehmen und alle Ihre Zähne, die Zahnzwischenräume und den Zahnfleischrand reinigen. Je nach Mundsituation kommen verschiedene Stufen der zahnmedizinischen Prophylaxe zum Einsatz, unterteilt in verschiedene Betrachtungs- und Intensitätsstufen. 

Ein Sprichwort besagt: „Vorbeugen ist besser als heilen.“ In der Zahnmedizin erhält er eine besondere Bedeutung, denn schon mit einfachen Mitteln kann jeder Patient eine große Wirkung erreichen. 
• Mundspülungen
• täglich Zähneputzen
• Verwendung von Munddusche oder Zahnseide
• gesunde, zuckerarme Ernährung

Bei der Zahnreinigung werden alle harten und weichen Beläge, also Zahnstein und Plaque, entfernt. Auch Ablagerungen und dunkle Verfärbungen können teilweise mit entfernt werden. 

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Die Technik

Prophylaxe-Assistentinnen nutzen unterschiedliche Instrumente, um Ihre Zähne professionell zu säubern. Meist verwenden sie dazu einen Ultraschall, da dieser selbst extrem harte Beläge problemlos entfernen kann. Zudem machen sie von kleinen Kratzinstrumenten Gebrauch, damit auch der weiche Zahnbelag unterhalb des Zahnfleischrandes keine Chance hat. Nach der mechanischen Reinigung erhalten die Zähne noch eine Polierung. Mithilfe einer Bürste und Polierpaste werden die Oberflächen glattpoliert, damit sich weder Verfärbungen noch Bakterien bald wieder auflagern können. Am Ende versiegelt eine Fluoridierung Ihre Zähne – sie schützt vor Karies. 

Diese Instrumente werden verwendet: 

  • Ultraschall für die sehr harten Beläge
  • Kratzinstrumente für den weichen Zahnbelag
  • Zahnseide und spezielle Polierstreifen für die Zahnzwischenräume
  • Bürste und Polierpaste für die Politur
  • Fluoridierung als Kariesschutz

Die Prophylaxe-Behandlung

Vor der Behandlung

Im Alltag kann jeder Patient persönlich für die Gesundheit seiner Zähne sorgen. Gewissenhafte Mundhygiene zählt zum A und O in der Zahngesundheit. Schließlich ist Plaque (bakterieller Zahnbelag) der größte Risikofaktor für eine Vielzahl unterschiedlicher Zahnerkrankungen wie Zahnfleischentzündung, Karies oder Parodontitis – die klassischen Entzündungen des Zahnhalteapparates. Je sorgfältiger dieser Belag regelmäßig entfernt wird, desto besser kann sich der Mensch vor Zahnproblemen schützen. 

Während der Behandlung

Neben der alltäglichen Zahnprophylaxe im eigenen Badezimmer, zahngesunder Ernährung und einer gewissenhaften Mundhygiene, zählen regelmäßige Zahnarztbesuche zu den wichtigen Bestandteilen einer umfassenden Pflege. Kontrolluntersuchungen werden zweimal jährlich empfohlen und haben folgende Ziele:

  • Früherkennung von Erkrankungen
  • Behandlung von Karies Parodontitis und Zahnfleischentzündung
  • Aufklärung zur zahngesunden Ernährung
  • Demonstration von richtiger Zahnpflege
  • Zustandskontrolle von Zahnfleisch und Zähnen

Die sekundäre zahnmedizinische Prophylaxe zielt darauf ab, Parodontose oder Karies frühzeitig zu erkennen und eine Verschlechterung durch konsequente und routinemäßige Kontrollen zu vermeiden. Hat sich beim Patienten dennoch eine zahnrelevante Erkrankung ausgebreitet, versorgt die tertiäre zahnmedizinische Prophylaxe den Betroffenen mit einer akuten Behandlung.  . 

In diesen Fällen besteht die Prophylaxe darin, die Erkrankung selbst zu behandeln, um im Weiteren zusätzliche Zahnschäden zu vermeiden. Während dieses Termins sorgt Ihr Zahnarzt dafür, dass das vorliegende Problem schnell behoben wird und keine Verschlechterung eintritt. Bleibt der Zustand stabil und es folgen keine Entzündungen, ist es sehr wahrscheinlich, dass keine raschen Folgeschäden auftreten werden.   

In der quartären zahnmedizinischen Prophylaxe versucht der Zahnarzt eine drohende medikamentöse Verabreichung zu vermeiden, was besonders bei älteren Personen, mit einem ohnehin höheren Medikamentenverbrauch wichtig ist, um eine Übermedikation zu verhindern. 

Nach der Behandlung

Es ist gut zu wissen, dass entfernter Zahnbelag und hässliche Verfärbungen keine Chance mehr haben, einen unnötigen Kariesbefall oder Parodontitis auszulösen. Denn Entzündungen, die in der Mundhöhle ihren Ursprung haben, wirken sich nachteilig auf den ganzen Körper aus und deren Bakterien können in jedem physischen Bereich Folgeschäden verursachen.

Kosten für Prophylaxe

Die professionelle Prophylaxe sollte mindestens einmal pro Jahr durchgeführt werden und wird pro Zahn berechnet. Je nach Aufwand kommen unterschiedliche Abrechnungssätze zur Anwendung. Die anfallenden Kosten unterscheiden sich nach der bevorzugten Methode sowie dem individuellen Aufwand des behandelnden Zahnarztes. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Zahnarzt beraten.

Ist eine Kostenübernahme möglich?

Grundsätzlich handelt es sich bei der professionellen Zahnreinigung um eine private Leistung, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. Allerdings gewähren manche Kassen einen einmaligen Zuschuss pro Jahr – nachfragen kann sich lohnen. 

Anwendungsbereiche bei der Prophylaxe:

Gewissenhafte Mundhygiene bedeutet:

  • regelmäßiges Zähneputzen ist Pflicht – nämlich morgens und abends. Nicht vergessen: immer die richtige Zahnputztechnik anwenden! 
  • spezielle Reinigung und Pflege der Zahnzwischenräume mit Dentalbürsten oder Zahnseide 
  • Zungenreinigung – hier sammeln sich auf der Oberfläche viele Bakterien 
  • Anwendung einer fluoridhaltige Zahnpasta zum Schutz vor Karies – eventuell eine zusätzliche Anwendung von Fluorid-Gel (einmal pro Woche)
  • Verwendung einer antibakteriell wirksamen Mundspüllösungen – sie dringt auch in schwer erreichbare Stellen vor 

Warum ist die Ernährung für gesunde Zähne wichtig? 

Auch bei der Ernährung können Sie viel für Ihre Zahngesundheit tun.

  • Konsumieren Sie Kalzium-Lieferanten wie Käse oder Milch – diese können zur Stärkung der Zähne beitragen 
  • Rohkost oder Vollkornprodukte, denn beim Kauen wird die Speichelproduktion angeregt und der Speichel spült unter anderem Speisereste weg und neutralisiert Säuren, die den Zahnschmelz angreifen 
  • Bevorzugen Sie als Zwischenmahlzeit beispielsweise Nüsse statt Schokolade 
  • Kauen Sie nach dem Mittagessen einen Zahnpflegekaugummi, sofern Sie sich unterwegs die Zähne nicht putzen können 
  • Reduzieren Sie säurehaltige Getränke wie Fruchtsäfte oder Limonade – sie fördern Zahnschmelzabbau 

FAQ

Lohnt sich die Prophylaxe für alle Patienten?

Kurz gesagt: ja. Denn der entfernte Zahnbelag besteht aus Bakterien, der später Karies und Entzündungen verursacht. Kann er sich in diesem Umfeld ungestört ausbreiten, wird aus einer an sich harmlosen Zahnfleischentzündung rasch eine tiefgreifende Parodontitis. Dabei ist es unerheblich, wie gründlich Sie Ihre Zähne putzen, spülen oder mit Zahnseide pflegen: Unterhalb des Zahnfleischrandes und im Zahnzwischenraum kommen Sie an den gefährlichen krankheitserregenden Belag nicht ran. Sofern Sie Unterstützung bei Ihrer heimischen Routinepflege benötigen, fragen Sie die dafür ausgebildete Prophylaxe-Assistentin nach Ratschlägen, damit Ihre individuelle Mundhygiene alle notwendigen Kriterien erfüllt.

Welche Vorteile bietet Prophylaxe?

Die Vorzüge der Prophylaxe liegen klar auf der Hand: 

  • Schutz vor Karies
  • Bessere Mundgesundheit
  • Weniger Verfärbungen – weißere Zähne
  • Schutz vor Parodontitis und Zahnfleischentzündung 

Haben Sie noch Fragen zur Prophylaxe? Gerne beantworten wir sie Ihnen.