Zahnprothesen & Gebisse
Ratgeber und Zahnarzt-Finder für München

Im Laufe des Lebens stellt sich für viele Menschen die Frage nach einem solide haftenden Zahnersatz. Die „Dritten“ lassen sich über verschiedene Verfahren herstellen und bieten Betroffenen, trotz Verlust der eigenen Zähne, ein nach wie vor hohes Lebens- und Selbstwertgefühl. Qualitätsprothesen haben allerdings mit den typischerweise herausnehmbaren Gebissen nicht mehr viel gemeinsam. Sie passen perfekt, berücksichtigen die natürlichen Bewegungen des Kauapparates und unterstützen die Lautbildung beim Sprechen. Sie vermitteln viel Komfort, dass selbst ein Biss in den Apfel ohne Probleme möglich ist. In beiden Fällen ist aber die ästhetische Gestaltung schon so natürlich, dass niemand den Unterschied zu Ihren ursprünglichen Zähnen bemerkt. Anatomisch ist aber festsitzender Zahnersatz nicht immer möglich, womit moderne Prothesensysteme eine hochwertige Alternative darstellen können. 

Wir informieren Sie hier über die Funktionsweise und Techniken, die Behandlung sowie die Kosten von Zahnprothesen.

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Funktionsweise

Mit den umgangssprachlichen „Dritten“ ist im Prinzip jede Art von Zahnprothese oder ein Zahnersatz gemeint. Zunächst wird in der Funktion zwischen herausnehmbar und festsitzender Prothese unterschieden, wobei fixierte Modelle als Implantat oder Brücke gehandelt werden. Flexible Systeme werden entweder Voll-, Total- oder Teilprothesen bezeichnet. Während eine Vollprothese alle Zähne des Kiefers ersetzt, liefern Teilprothesen eine gute Ergänzung für noch vorhandene Restzähne. Hybridprothesen liegen in ihrer funktionellen Auslegung dazwischen und werden auf einzelnen Zähnen oder Implantaten verankert. 

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Techniken

Wer viele oder gar alle Zähne verloren hat, stellt sich einige Fragen: „Wie viel wird meine neue Prothese kosten und welcher Zahnersatz ist der Richtige für mich?“ Abgestützt auf eigene Restzähne, Implantate oder dem zahnlosen Kieferkamm werden die neuen Zähne möglichst nahe am ursprünglich vorhandenen Gebiss rekonstruiert. Um nach dem Zahnverlust die Kauleiste als auch Ästhetik vollständig wiederherzustellen, nützt Ihr Zahnarzt besonders fortschrittliche Techniken. Während kleine Lücken mit fest eingeklebten Brücken versorgt werden können, liefert Vollkeramik bei größeren Leerständen von mehr als vier Zähnen perfekte Ergebnisse. Da in solchen Fällen die Zahnpfeiler meist zu schwach für eine feste Prothese sind, muss hier der herausnehmbare Zahnersatz zum Einsatz kommen. 

Behandlung

Davor

Viele Patienten leiden erheblich unter ihrer Zahnsituation und würden gerne eine schnelle und unkomplizierte Lösung in Anspruch nehmen. Gerade in der genauen Anpassung steckt aber jede Menge Detailarbeit und Zeit. Damit es nicht zur Verklebung oder Verankerung einer schlechtsitzenden Zahnprothese kommt und Druckstellen im Mund gar nicht erst vorkommen, nimmt sich der Zahnarzt ausreichend Zeit für eine intensive Beratung. Erst wenn Sie als Patient mit der Wahl der Prothese, der Farbgebung, dem Material und der Optik zufrieden sind, startet der Behandlungsprozess. 

Eingriff

Gleich zu Beginn der Behandlung werden kariöse Stellen entfernt und alle betreffenden Zähne beschliffen. Je nachdem für welche Art der Prothese Sie sich entschieden haben, startet Ihr Zahnarzt mit der Versorgung der Zahnpfeiler. Ist der Aufbau abgeschlossen, kommt es zur Anfertigung eines Abgussmodells. Nach diesem fertigt das Labor Voll-, Total,-, Teleskop- und Teilprothesen an. 

Ist die labormedizinische Arbeit fertig und der Zahnersatz optimal an Ihren Kiefer angepasst, kommt es – im Falle er festen Prothese – zur Fixierung. Ein eventuell vorhandenes Spannungsgefühl oder Druckempfinden wird punktuell nachgebessert. 

Danach

Endlich haben Sie Ihr Lächeln zurück und Ihr Zahnarzt überprüft in einer Routinekontrolle den Sitz sowie den Zustand des Mundraumes auf Druckstellen oder auftretenden Entzündungen. Eine professionelle Pflege der Prothese und des Mundraumes sollten Sie jetzt unbedingt regelmäßig vornehmen. 

Kosten

Je nachdem welche Art von Prothese infrage kommt, variieren auch die Kosten zwischen den einzelnen Modellen deutlich. Es schlagen sich Labor-, Materialkosten und das Honorar für den Zahnarzt zu Buche. Die Kosten für die fachliche Betreuung sind umso höher, je mehr Zeit und Aufwand nötig ist, um die Prothese vorzubereiten und letztendlich einzusetzen. 

Vollprothesen beispielsweise brauchen eine sehr aufwendige Vorbereitung inklusive Abformung, während bei einer Teleskopprothese das Beschleifen der Zähne einen intensiveren Arbeitsprozess bedeutet. Die Material- und Laborkosten spielen dennoch die wichtigste Rolle bei dem Preis einer Zahnprothese. Je hochwertiger die Verarbeitung und der Werkstoff sind, desto teurer der Zahnersatz. So ist Kunststoff am günstigsten, während hochpräzise Doppelkronen aus Metall am teuersten sind. 

Die folgenden Kosten sind Durchschnittswerte. Lassen Sie sich zu Ihren individuellen Kosten von Ihrem Zahnarzt beraten.

  • Vollprothese: je Kiefer 500 bis 850 Euro
  • Klammerprothese: 600 bis 900 Euro
  • Teleskopprothese: 600 bis 700 Euro (ohne Doppelkronen)
  • Doppelkrone: pro Stück 800 bis 1.050 Euro

Kostenübernahme

Wie bei anderen zahnärztlichen Behandlungen auch, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse für den Zahnersatz den Festzuschuss in der Regelversorgung. Das bedeutet für den Zahnarzt, dass für spezifische Gebisssituationen ausschließlich ein herausnehmbarer Zahnersatz vorgesehen ist. Fehlen hingegen mehr als vier Zähne wird die Klammerprothese empfohlen. Ein vollständig zahnloser Kiefer kommt es zur Anpassung einer Totalprothese. Alle anderen Arten von Prothesen sind teurer und werden von der Kasse nicht bezuschusst. 

Anwendungsbereiche

Die größten Vorteile festsitzender Prothesen:

  • Stört nicht beim Essen
  • Sieht ästhetisch sehr hochwertig aus
  • Die Zähne sitzen festverankert im Kiefer
  • Im Mund wird der feste Sitz als angenehm empfunden

Bei Vollprothesen erfolgt die Versorgung rasch und unkompliziert. Sie ist die günstigste Variante unter den Prothesen, da die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. 

Vorteile der Teilprothese:

  • Zügige Anpassung und unkomplizierte Hilfe 
  • Langlebiger Zahnersatz
  • Die Zahnprothese mit Klammern wird von der Krankenkasse übernommen
  • Restzähne müssen nur minimal beschliffen werden

Mittelweg Hybridprothese:

  • Ausgesprochen guter Halt
  • Angenehmer Kompromiss 

FAQ

Ja, das ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. So lassen sich beispielsweise die Materialkosten reduzieren. Entscheiden Sie sich für Nichtedelmetalle und Kunststoff, statt Gold oder Keramik. Weiters schützt Sie ein vollständiges Bonusheft vor zusätzlichen Kosten und garantiert bis zu 30 Prozent mehr Zuschuss durch die Krankenkasse. Wer rechtzeitig plant, kann durch den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung eine deutlich höhere Bezuschussung erreichen. Um in den Genuss eines möglichst geringen Eigenanteils zu gelangen, reicht die Wahl der Regelversorgung.

Die Teleskopprothese ist in Qualität und Material sehr hochwertig gefertigt und entspricht in vielen Ansätzen den Wünschen zahlreicher Patienten. Wenn bereits viele Zähne fehlen und Implantate nicht mehr infrage kommen, ist der herausnehmbare Zahnersatz die einzig verbleibende Option. Der gute Tragekomfort der festsitzenden, unsichtbaren Prothese ermöglicht eine günstigere und dennoch ästhetisch einwandfreie Lösung. Ein weiterer Vorteil: die bessere und gleichmäßigere Belastung der Restzähne als bei herkömmlichen Klammerprothesen.

Haben Sie noch Fragen zu Zahnprothesen? Gerne beantworten wir sie Ihnen.